EEG (Elektroencephalographie/Hirnstrombild)

Prinzip:
Bei der Elektroencephalographie (EEG) werden elektrische Spannungsschwankungen des Gehirns von der Schädeloberflache abgeleitet. Dazu werden Oberflächenplättchen (Elektroden) mittels einer Netzhaube auf der Schädeloberfläche angebracht. Die Elektroden werden mittels Kabelschnüren über einen Vorverstärker die Spannungsschwankungen der Hirnaktivität zum EEG-Apparat leiten. Diese elektrische Hirnaktivität wird dann im EEG-Gerät verstärkt und über ein Schreibgerät als Kurvenbild aufgezeichnet bzw. computergestützt ausgewertet. So erhält der Arzt ein sichtbar gemachtes Kurvenbild der Hirnaktivität zur Beurteilung.

Durchführung:
Der/die Patient(in) sitzt bequem in einem Liegestuhl oder liegt im Bett. Zum Messen und Ableiten der Gehirnaktivität über beiden Gehirnhälften ist ein sorgfältiges Reinigen der Kopfhaut und Platzieren der Elektroden erforderlich, die in genau ausgemessenen gleichen Abständen nach einem festgelegten Schema angebracht werden. Während der EEG-Ableitung ist es von großem Vorteil, wenn der/die Patient(in) gut entspannt ist und sich nicht unnötig bewegt, da sonst falsche oder nicht verwertbare Kurvenbilder entstehen. Oftmals ist eine erweiterte Ableitung unter zusätzlicher Provokation notwendig, um damit krankhafte Veränderungen besser erkennen zu können. Dabei wird der/die Patient(in) aufgefordert, fur 2-3 Min. lang verstärkt und tief zu atmen, oder es erfolgt ein Blitzlicht (Disco-Licht) von kurzer Dauer mit unterschiedlicher Intensität. Das EEG ist völlig ungefährlich und schmerzlos und dauert ca. 20 - 30 Min. Dem Patienten werden keine Stromstöße verabreicht.

Bedeutung der Elektroencephalographie:
Die Hauptbedeutung des EEG's besteht im Nachweis von Hirnfunktionsstörungen, die z.B. durch Bewußtseinstrübungen (Koma), oder Anfallskrankheiten (Epilepsie) entstehen können. Auch in der Beurteilung von Hirnentzündungen und degenerativen Hirnerkrankungen (Demenz) kann das EEG hilfreich sein. Herdförmige Funktionsstörungen des Gehirns lassen sich ebenfalls damit diagnostizieren. Rückschlüsse auf den Intelligenzquotienten eines Menschen lassen sich allerdings aus dem EEG, entgegen einer weit verbreiteten Auffassung, nicht ableiten.