Neurologie

Neurologie ist die Lehre der Krankheiten des Nervensystems. Neurologie ist die Facharztbezeichnung für einen Arzt, der sich nach dem Studium mit den Erkrankungen, der Diagnose und der Therapie des Nervensystems befaßt und sich hierauf spezialisiert hat.

Eventuell ist der Ausdruck "Nervenarzt" geläufiger als "Neurologe und Psychiater", d.h. ein Arzt für Nerven- und Gemütsleiden. Der Übergang zwischen beiden ist jedoch fließend. Doch der Einfachheit halber sollten Neurologie und Psychiatrie getrennt werden. Neurologische Probleme können in jedem Alter auftreten, manche sind altersspezifisch.

Kurze Einführung:
Das Nervensystem besteht aus einem zentralen, auch ZNS genannt, und aus einem peripheren, kurz PNS, Nervensystem. Zwischen beiden besteht ein reger Informationsaustausch. So ist das ZNS die Schaltstelle einlaufender Informationen aus der Umgebung (Peripherie), die dort verarbeitet werden und über spezielle Bahnen des Rückenmarks und der Nerven zur Peripherie geleitet werden.
Das Nervensystem besteht aus speziellen Zellen, die mit besonderen Fortsätzen untereinander verbunden sind und ein kompliziertes Netzwerk bilden; elektrische und chemische Informationen werden dort untereinander ausgetauscht. Die Anzahl der Zellen und der verbindenden Nervenbahnen sind durch die Geburt vorgegeben. Abgestorbene Zellen werden nicht wieder ersetzt. Die Zellreserve allerdings ist sehr groß, so dass ein Umbau von Faserverbindungen möglich ist; die Funktion kann dadurch dann zum Teil ersetzt werden.

Krankheitssymptome des Nervensystems sind vielfältig:
Das häufigste Symptom ist der Schmerz. Schmerz wird durch besondere Nervenfasern zum Gehirn geleitet und dann als solcher empfunden. Die genaue Analyse des Schmerzes hilft, Ausgangspunkt und Ursache festzustellen. Seh-, Gleichgewichts- und Bewegungsstörungen -diese können mitunter auf Parkinson hinweisen- als auch unklare Bewußtseinszustände (Synkopen, zerebrale Krampfanfälle) sind Funktionausfälle des Nervensystems.

Was bedeutet eine neurologische Untersuchung?
Die neurologische Untersuchung besteht in einer genauen Erhebung der Krankengeschichte, auch Anamnese genannt, mit besonderer Betonung der jetzigen Beschwerden und auch einer Befragung ihrer medizinischen Vorgeschichte. Die Untersuchung beinhaltet eine Überprüfung der Bewußtseinslage. Die Hirnnerven, insbesondere Augen und Gesichtsmimik, werden überprüft. Weiterhin werden die grobe Kraft, Reflexe, Koordination, Gang, Gleichgewicht und Gefühlsqualitäten getestet.

Je nach Beschwerden und neurologischem Befund kommen spezielle neurologische und radiologische Untersuchungsmethoden zur Anwendung, die ambulant bzw. stationär durchgeführt werden.